„Rette unser Wasser“ – #protectwater

ist die aktuelle Kampagne des WWFs und Umweltdachverbands. Mit dieser Unterschriftenaktion fordern sie die Sicherung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. 100 Umwelt- und Naturschutzorganisationen sowie zivilgesellschaftliche Vereine setzen sich für dieses Vorhaben ein. Was man vielleicht nicht vermutet: Circa ein Dutzend europäischer Brauereien wollen ebenfalls ein Zeichen setzen. Denn ohne sauberes Wasser kann kein gutes Bier gebraut werden.

Ursache und Auswirkungen

Wie bereits berichtet, sind 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Nur 0,3 Prozent sind Trinkwasser. Im Jahr 2000 trat der Schutzstandard in Kraft. EU-Mitgliedsstaaten missbrauchen den laufenden Fitness-Check der EU-Kommission um diesen Schutz zu umgehen. Denn bis spätestens 2027 sollen sämtliche Gewässer in einem guten Zustand gebracht, und vor Verschlechterung geschützt werden. Dieser Verantwortung wollen sie sich entziehen. Leider ist Österreich keine Ausnahme. Anstatt der geplanten 150 Millionen Euro, wurde der Gewässerschutz mit Null Euro angesetzt. Über 5.200 Wasserkraftwerke verwandeln österreichische Gewässer in ökologisch tote Stauseen. Damit ist die Trinkwasserqualität für den Menschen gefährdet. Doch man zerstört damit auch den Lebensraum unzählbarer Pflanzen- und Tierarten. Zusätzlich belasten chemische Zusammensetzungen wie Pestizide das Grundwasser. Übernutzung der Grundwasserreserven und lange Verzögerungen von Sanierungsmaßnahmen setzen der Ressource Wasser zu.

Ein Bericht der EU-Umweltagentur zeigt katastrophale Kennzahlen auf:

  • 60 Prozent der Gewässer in Europa sind in keinem guten Zustand
  • In Österreich sind nur 15 Prozent der Flüsse ökologisch intakt
  • Nur 40 Prozent sind in ausreichend gutem Zustand

Im Durchschnitt findet man auf jedem Flusskilometer ein Querbauwerk / eine Regulierung / eine Restwasserstrecke – 33.000 gesamt verteilt auf Österreich. Schutzgebiete sind keine Ausnahme. Drei Viertel aller Kraftwerksplanungen sowie -bauten finden beispielsweise in Nationalparks oder Europaschutzgebieten statt.

Nehmen wir den Schutz des Wassers in unsere Hand

EU-Wasserrahmenrichtlinie

Diese Richtlinie beschloss man im Jahr 2000, da die Zustände der Gewässer in äußerst schlechtem Zustand waren. Damit wollte man die Wasserresourcen langfristig schützen und die Qualität verbessern. Das Abkommen betrifft Seen, Flüsse, Grundwasser sowie Küstengebiete. Des Weiteren will man bis 2027 die Gewässer in guten ökologischen und chemischen Zustand bringen. Das Verbesserungsgebot und Verschlechterungsverbot traten in Kraft. Das bedeutet, dass man Schäden sanieren, und keine mutwillige Verschlechterung oder Ausbeutung verursachen darf.

Hohe Sauberkeit, aber schlechter ökologischer Zustand

Durch die starke Verbauung von Flüssen geht ökologisch wertvolle Fläche verloren. Diese könnte auch vor Hochwasser schützen, dennoch vernichtete man bis zu 82 Prozent. Negativer Folgeeffekt ist der Rückgang von 81 Prozent in Süßwasser lebender Tierarten weltweit. Typische Tier- und Pflanzenarten sind somit rar geworden. Folge ist, dass am Tiroler Inn 90 Prozent aller einheimischen Fischarten ausgestorben sind.
Wasserentnahmen setzen dem Ökosystem zusätzlich zu. Man verwendet das Wasser beispielsweise für die Produktion von Kunstschnee, landwirtschaftliche Bewässerung oder als Kühlwasserquelle für industrielle Anlagen. In trockenen Sommern bedeutet das Stress für die Fische. Durch den niedrigen Wasserstand erhitzt sich das Wasser auf. Insofern die Fische nicht umgesiedelt werden, sterben sie.
Die Wasserrahmenrichtlinie hat das Ziel, ungenutzte Bauten zu entfernen. Nicht intakte Gewässer will man durch Renaturierung ökologischer gestalten. Durch dieses Handeln will man den Gesamtzustand verbessern.

Ihre Stimme zählt:

 

Quellen:

Umweltdachverband

WWF

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