Ressourceneffizienz: Mittels Stoffstromanalyse lassen sich Ressourcen schonen und Einsparpotenziale nutzen

Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz bringen Ihrem Unternehmen Wettbewerbsvorteile. Ressourceneffizienz bedeutet, den Aufwand an natürlichen Ressourcen – wie etwa Rohstoffe, Energie, Wasser oder Grund und Boden – für ihre Produktion zu minimieren.

Ausgangspunkt aller Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz ist eine gründliche Stoffstromanalyse, welche die Materialflusskosten transparent macht und entsprechende Einsparpotenziale identifiziert.

Die Stoffstromanalyse erfasst sämtliche Stoff- und Materialströme, die mit bestimmten Produkten oder Prozessen verbunden sind. Durch den Vergleich der Input- und Output-Mengen einzelner Ressourcen werden Ressourceneffizienz und Einsparpotenziale sichtbar. Der Material- und Energieeinsatz sowie die Entstehung von Abfall, Abwärme und Emissionen werden bei einer Stoffstromanalyse in jedem Produktionsschritt lokalisiert, die Materialflusskosten also genau zuordenbar.

Beim Auswerten der Stoffstromanalyse ist vor allem auf größere Abfallmengen zu achten, denn dort sind in der Regel auch die größten Einsparpotenziale zu finden. Durch die schrittweise Ermittlung der Materialflusskosten sind sie im Produktionsprozess auch präzise dem jeweiligen Fertigungsschritt zuordenbar. Mit einschlägigen Software-Tools lassen sich Materialflusskosten und Einsparpotenziale auch grafisch darstellen.

Analysiert man den ganzen Lebenszyklus eines Produktes, so werden nicht nur die Einsparpotenziale in der Produktion sichtbar, sondern auch Möglichkeiten zur Steigerung der Ressourceneffizienz über den gesamten Lebenszyklus.

Dabei werden die einzelnen Phasen des Lebenszyklus hinsichtlich ihres Material- und Energieverbrauchs getrennt voneinander analysiert, um allfällige Einsparpotenziale möglichst präzise lokalisieren und Möglichkeiten zur Erhöhung der Ressourceneffizienz entsprechend evaluieren zu können.

Eine derart ganzheitliche Betrachtung der Ressourceneffizienz über den gesamten Lebenszyklus beginnt idealerweise schon in der Phase der Produktentwicklung. Schon in diesem frühen Stadium sollten möglichst viele Aspekte der Ressourceneffizienz berücksichtigt werden, wie z.B. Energieeffizienz, Langlebigkeit, Kreislauffähigkeit und Reparierbarkeit. Bei Investitionen in Anlagen sind nicht nur deren Anschaffungskosten zu berücksichtigen, sondern auch die damit verbundenen Materialflusskosten über den gesamten Lebenszyklus.