Person mit Wasserglas in der Hand, sitzend auf einem Bett

Trinkwasser - das flüssige Gold

Unser Trinkwasser kommt zu 50% aus Grundwasserressourcen und 50% aus Quellen. Wasser ist unser Grundlebensmittel. Das Wasser hat viele Eigenschaften, es regelt das Klima, ist für alle Lebewesen sowie Pflanzen lebenswichtig. Zusätzlich kann daraus Energie gewonnen werden. Um die 90% der österreichischen Bevölkerung werden durch zentrale Wasserversorgungsanlagen bedient.

70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Davon sind lediglich 0,3 Prozent Trinkwasser. Anhand der steigenden Bevölkerungsdichte steigen auch die Verbrauchszahlen. Dies wiederum führt zur Knappheit der Ressourcen. Dadurch wird das Geschäft mit dem Trinkwasser lukrativer. Der Umsatz der Mineralwasserbranche in 2020 wurde auf 280 Milliarden Dollar bzw. 245 Milliarden Euro geschätzt.

Zu den führenden Produzenten zählen:

  • Nestlé Waters – Vittel, Contrex, Hépar, Perrier, San Pellegrino
  • Danone – Evian, Volvic
  • Coca Cola – Dasani
  • Pepsico – Aquafina

Fakten zum Wasser

  • Rund 2.194 Fließgewässer existieren in Österreich. Diese haben eine Länge von insgesamt ca. 32.521 km. Diese Fließgewässer sind natürlich und künstlich, d.h. durch die Hand des Menschen geschaffen.
  • Zum Duschen und Baden werden in Österreich um die 22% Trinkwasser verbraucht.
  • Ungefähr 130 Liter pro Tag und Kopf werden in österreichischen Haushalten an Trinkwasser verbraucht.
Frau mit an den Lippen angesetztem Wasserglas

Wasserwirtschaft in Österreich

Es gibt für den Schutz der Ressource Wasser ein Wasserrechtsgesetz (WRG 1959 idgF). In diesem sind eindeutige Ziele zum Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer festgelegt. Weiters werden die Regeln der Nutzungsansprüche geklärt, da Wasser und Gewässer vielfältig genutzt werden.

Vittel - Trinkwasser aus der französischen Gemeinde

Das abgefüllte Trinkwasser von Vittel stammt aus der gleichnamigen Gemeinde in Frankreich, die 5000 Einwohner beheimatet. Dieser flüssige Schatz war bereits den Römern bekannt und wird auch heute noch für Behandlungen von Leber- und Stoffwechselerkrankungen verwendet. Ende der Sechzigerjahre wurde die Quelle vom Konzern Nestlé übernommen. Seit 1992 gehört es zu Nestlé Waters und wird weltweit vertrieben. Circa eine Million Plastik- und Glasflaschen machen sich täglich auf dem Weg in die Verkaufsregale.

Neben dem Konzern nutzen auch eine Käsefabrik und die kommunale Wasserversorgung die Quellen. Für die Einwohner gibt es eine Beschränkung: Sie dürfen nur sechs Liter pro Tag für den Eigenbedarf abfüllen. Denn der Wasserspiegel sinkt durch die Übernutzung jährlich um 30 Zentimeter. Regenwasser benötigt sieben Jahre, um auf diese tiefe Ebene zu gelangen.

Der natürliche Weg wäre eine Einschränkung der Abschöpfung für alle. Nestlé Waters haben aber eine andere Idee: Die Einwohner sollen von einem 15 Kilometer entfernten Nachbarort mit Trinkwasser versorgt werden, während sie selbst weiterhin die Ressourcen aus den Quellen beziehen. Dieser Vorschlag wurde vom lokalen Wasserkomitee mit Juli 2018 freigegeben.

Quellen: der Standard Wikipedia Bundesministerium