Ansicht eines vom Unwetter zerstörten Waldstücks

Klimawandel zeigt Auswirkung auf Wälder

Käferbefall

Ungezieferbefall Wald - Bild eines befallenen Holzstücks, Spuren eines Holzschädlings

Der Buchdrucker und der Kupferstecher zählen zur Gattung der Borkenkäfer. Diese kleinen Tiere sind verantwortlich für Schäden an Wäldern in ganz Österreich, besonderen Befall verzeichnet der Osten.

Diese Schädlinge fressen sich durch die Rinde der Fichten. Dass sich der Borkenkäfer so gut ausbreiten kann, liegt daran, dass den Bäumen die Feuchtigkeit fehlt. Die Trockenheit ist wiederum auf die starke Hitze durch den Klimawandel zurückzuführen. Durch die Lufterwärmung hat sich der Niederschlag verändert. Vor Jahren regnete es den ganzen Tag über. Nun schüttet es zwei Stunden. Das führt dazu, dass der Boden das Wasser in so kurzer Zeit nicht aufnehmen kann. Folge ist die Austrocknung, da das Wasser abläuft. Wenn die Fichten austrocknen, hat Österreich ein Problem. Denn diese Baumart macht 60 Prozent der heimischen Wälder aus.

Der Klimawandel begünstigt jedoch auch die Ausbreitung des Ungeziefers. Durch die Erderwärmung siedelt sich der Borkenkäfer auch in höher gelegenen Gebieten an, da die Temperatur nun nicht mehr zu kalt für ihn ist. Zusätzlich sind diese Käfer besonders schnell in der Zerstörung der Bäume. Innerhalb von zwei Wochen ist der Baum nicht mehr lebensfähig, da die Fichte nicht genügend Harz zur Abwehr erzeugen kann. Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Holz verdienen haben es schwer. Denn durch die Marktsättigung und dem Befall fällt der Preis, den sie bekommen. Außerdem müssen sie ganze Teile vom Anbaugebiet den Käfern überlassen, da die Bäume wegen der Zerstörung nicht verkaufsfähig sind.

Trockenheit, Sturmtief, Gewitter

Aufnahme eines Wiesenweges nach einem Gewitterschauer

Doch nicht nur für Hitze, auch für Gewitter und Sturmtiefs ist der Klimawandel verantwortlich. Diese führen zu zusätzlichen Schäden an österreichischen Wäldern. 2017 fegte der Orkan „Yves“ mit bis zu 150 Stundenkilometer über das Gasteinertal, Salzburg und das Gebiet Mürzsteg, Obersteiermark. Auch das Sturmtief „Herwart“ richtete verheerende Schäden an. Der Erntefestmeter ist zwar von 2016 auf 2017 um 70.000 gesunken, doch 47 Prozent der jährlichen Holzernte ist Schadholz. Somit ist dieser Anteil äußerst hoch.

Waldbrände

https://youtu.be/m67ZokFYl2A

Wie bereits erwähnt, trocknet die Veränderung im Klima den Wald aus. Dadurch kommt es immer häufiger zu Waldbränden. Dieses Video wurde in Texas, Vereinigte Staaten von Amerika aufgenommen und zeigt, wie schnell sich ein Waldbrand ausbreiten kann.

2018 kam es in Süd- und Nordeuropa zu verheerenden Bränden. Dabei wurden Tausende von Hektar von den Flammen verschlungen. Österreich blieb von Ausmaßen in dieser Größenordnung in den letzten Jahrzehnten überwiegend verschont.

Zur Entfachung von Waldbränden kommt es neben der Hitze überwiegend durch den Menschen. Weltweit werden etwa 85 Prozent durch Unachtsamkeit verursacht, europaweit liegt der Prozentsatz bei über 90. In Absam, Tirol löste im März 2014 ein weggeworfener Zigarettenstummel einen Waldbrand aus, der zur Vernichtung von 80 Hektar Schutzwald führte. Blitzeinschläge sind für 15 Prozent der Waldbrände verantwortlich. Die Wahrscheinlichkeit eines Brandes steigt durch den weltweiten Klimawandel stetig an.

Akute Gefahr gilt vorerst für Österreich nicht. Die andauernde Hitze könnte die Situation aber jederzeit ändern. Österreich profitiert jedoch durch das dichte Netz an freiwilligen Feuerwehren und die Zusammenarbeit mit Bundesheer und Polizei. Daher dauert es nur 20-30 Minuten, bis die Löscharbeiten am Brandherd beginnen.

Quellen:YoutubeDer Klimawandel lässt mehr Wälder brennen – der StandardDer Klimawandel frisst den Wald in Österreich – der StandardSturmtiefs, Gewitter und Trockenheit setzten heimischen Wäldern zu – der Standard