Belastung der Gesundheit durch Feinstaub

Bedeutung und Ursachen von Feinstaub

Nicht jede Art von Feinstaub ist gleich. Prinzipiell besteht Feinstaub aus einer Zusammensetzung von Partikeln. Dieser ist durch das freie Auge nicht sichtbar. Die Zusammensetzung von Feinstaub sind feste und flüssige Anteile. Man unterscheidet primären und sekundären Feinstaub. Primärer wird direkt in die Luft abgegeben. Der Sekundäre ist das Produkt von luftchemischen Prozessen aus Vorläufersubstanzen wie Ammoniak, Stickstoffoxide und Schwefeldioxid. Weiters wird zwischen drei verschiedenen Abstufungen differenziert:

  • PM10: 50 Prozent der Partikeln sind 10 Mikrometer groß, der Rest ist kleiner und größer
  • PM2,5: Die Teilchen sind kleiner als 2,5 Mikrometer
  • PM0,1: Hier spricht man von Ultrafeinstaub. Diese sind kleiner als 0,1 Mikrometer

Anders als Feinstaub ist der Grobstaub. Diesen kennt man von Baustellen und Streusplitt. Er setzt sich hauptsächlich aus groben Partikeln zusammen.

Gesundheitsschädlicher Aspekt

Doch warum wird davon gesprochen, dass Feinstaub so gesundheitsschädlich ist?

Das Problem dabei ist, dass er vom Kehlkopf bis in die Tiefen der Lungen vordringt. Hier kann es zu Erkrankungen, wie zum Beispiel Lungenkrebs und -entzündung. Bereits vorhandene Leiden wie Asthma oder COPD (Raucherlunge) können dadurch noch verschlimmert werden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Kinder.

Über Lungenbläschen gelangt Ultrafeinstaub bis in den Blutkreislauf und kann sich dadurch im gesamten Körper ausbreiten. Chronische Entzündungen können entstehen und folgende Reaktionen auslösen. Herzinfarkte, Krebs, neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson werden damit begünstigt, um einige Krankheiten zu nennen. Das größte Problem bei Ultrafeinstaub ist, dass er momentan nicht gemessen wird und somit auch nicht gezielt bekämpft wird.

Hauptursachen

Hohe Ultra-Feinstaubbelastung an stark befahrenen Straßen
Belastung durch Ultra-Feinstaub
Verkehr

Wie auf der Abbildung zu sehen, ist die Belastung in der Nähe von stark befahrenen Straßen besonders hoch. Mit Diesel betriebene Fahrzeuge sind zu 90 Prozent schuld an der Luftverschmutzung durch Stickoxid. Stickoxid bildet gemeinsam mit flüchtigen Kohlenwasserstoffen das Ozon. Besonders an heißen Tagen ist die Ozonbelastung stark. Neben Dieselfahrzeugen sind auch Benziner sowie LKWs ohne Partikelfilter Hauptverursacher von Ultrafeinstaub. Auch im Autoinneren ist die Belastung durch Ultrafeinstaub gegeben. Hinzu kommt das Aufwirbeln von Straßenstaub und Brems- sowie Reifenabrieb.

Hausbrand und Industrie

Mit Holz oder Kohle beheizte alte Einzelöfen sind hauptsächlich verantwortlich bei Hausbränden. In der Industrie trägt die Bauwirtschaft die Schuld. Schornsteine, Kraftwerke und Landwirtschaft kommen noch hinzu.

Die Messmethode als Teilproblem

Beim Feinstaub misst man momentan das Gewicht, aber nicht die Anzahl der Teilchen. Doch die Größe der Partikeln hat bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit. Gröbere Körnchen können in der Nase hängen bleiben und sind somit nicht so gefährlich wie kleinere, obwohl sie vielleicht dasselbe Gewicht haben. Denn wie bereits erwähnt, kann der Ultrafeinstaub in den Blutkreislauf gelangen. Genau dieser ist vermehrt im Dieselruß zu finden, welcher von der WKO als krebserregend eingestuft wurde.

Lösungen

  • Einsparungen bei der Heizenergie
  • Reduzierung vom Stromverbrauch
  • Nutzung von öffentlichem Verkehr, Fahrrad und Fußwegen
  • Ersetzung von Heizkesseln und Öfen durch effizientere und emissionsarme Geräte
  • Vermehrtes tägliches lüften zu verkehrsarmen Zeiten
  • Schaffung von rauchfreien Zonen
  • Umstieg auf Ökostrom

 

Weitere Lösungen finden Sie auf der VCÖ Website. Wollen auch Sie Ihren Beitrag leisten und auf ein effizienteres System setzen? Unsere zertifizierten Experten beraten Sie rundum. Starten Sie mit einem kostenlosen Erstgespräch.

Quellen:

Umweltbundesamt

VCÖ – Gesunde Luft statt giftige Verkehrsabgase

VCÖ – Was ist Feinstaub und welche Feinstaub-Partikel sind am schädlichsten?

Umweltberatung

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